Fronleichnam 2026
Eitensheim feierte das Hochfest Fronleichnam – in Bayern vielerorts auch „Prangertag“ genannt. Der Begriff geht auf das mittelhochdeutsche prangen zurück und bedeutet „feierlich zeigen“ oder „zur Schau stellen“. Gemeint ist das sichtbare Bekenntnis zum Glauben, wenn das Allerheiligste in der Monstranz durch die Straßen getragen wird. Dieses öffentliche Zeichen der Verbundenheit prägte auch die Feier in Eitensheim.
Zu Beginn des Gottesdienstes wandte sich Pfarrer Anton Schatz mit einigen einführenden Worten an die Gemeinde. „Das Brot ist der Mittelpunkt und verbindet uns als Gemeinschaft, wie bei jedem Gottesdienst“, betonte er und erinnerte damit daran, dass die Eucharistie das Herz des christlichen Miteinanders bildet.
In einem eindrucksvollen Vergleich beschrieb Pfarrer Schatz die anschließende Prozession: Sie gleiche einem Sportverein, der seinen Sieger durch die Straßen trägt und feiert. So wie ein Verein stolz seinen Erfolg zeigt, so trage die Kirche Christus sichtbar in die Welt hinaus – als Zeichen der Freude, der Hoffnung und des Dankes.
Nach dem Gottesdienst setzte sich die feierliche Prozession in Bewegung und führte zu den vier liebevoll und prächtig geschmückten Altären im Ort. Begleitet wurde der Zug von den Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine, die mit ihren Bannern die feierliche Atmosphäre der Prozession eindrucksvoll unterstrichen. Betend und singend zog die Gemeinde durch die Straßen – ein vertrautes Bild, das jedes Jahr aufs Neue die tiefe Verbundenheit des Ortes sichtbar macht. Musikalisch umrahmte der Kirchenchor sowohl den Gottesdienst als auch die Prozession und verlieh dem Hochfest eine besonders feierliche Note.
Zum Abschluss gilt ein herzliches Vergelt’s Gott allen Familien, die sich Jahr für Jahr um die Altäre kümmern, sowie allen, die zum Gelingen dieses besonderen Tages beigetragen haben.